Bürgerkulturpreis 2002

Im Sommer 2002 wurden mit entsprechenden Pressemitteilungen alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Organisationen aufgefordert, sich um die Verleihung des "Bürgerkulturpreises 2002" des Bayerischen Landtages zu bewerben

Aus dem Ausschreibungstext

Der Staat ist die Sache aller. Er braucht die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger. Um die ehrenamtliche Mitwirkung zu fördern, vergibt der Bayerische Landtag jährlich einen Preis für bürgerschaftliches Engagement, der mit 26.000 Euro dotiert ist. Grundlage für eine Verleihung ist folgender Kriterienkatalog: Das bürgerschaftliche Engagement zeichnet sich durch ehrenamtliche Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in die kulturelle, ökonomische, ökologische, soziale und politische Entwicklung von Staat und Gesellschaft aus. Voraussetzungen für eine Auszeichnung sind neue Wege der Information, der Beteiligung und der Mitarbeit in den genannten Bereichen.

Beispielhaft geht es um die Förderung einer lokalen Anerkennungs- und Beteiligungskultur mit Qualifizierung, Zertifizierung und neuen Formen der Anerkennung; Schnittstellenbildung von Politik und Verwaltung zu bürgerschaftlicher Mitwirkung; interne Vernetzung - externe Vereinfachung; Stadt- und ortsteilbezogene Bürgerorientierung - räumliche Identifikationspunkte für bürgerschaftliche Mitwirkung vor Ort; Förderung der Mitwirkungsbereitschaft der Bevölkerung, sowie Einsatz der Informationstechnologie zur Unterstützung bürgerschaftlicher Partizipation.

  
Aus dem Bewerbungsanschreiben (gekürzte Fassung)

Zur Vorgeschichte und Begründung

Herbert Schmidt kontaktierte im Herbst 1999 die Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung der Stadt Würzburg, mit der Vision, seine Erfahrungen mit dem Internet, der älteren Generation in Form eines Internetcafes zu vermitteln. Die gemeinsame Suche nach Sponsoren und einer Räumlichkeit war innerhalb kürzester Zeit erfolgreich und bereits im April 2000 konnte im Ehehaltenhaus, in einer Altentagesstätte des BRK das erste Internetcafe „Von Senioren für Senioren“ in der Stadt Würzburg eröffnet werden.

Weitere Helfer aus dem Kreise der Senioren (Herta Hohmeister, Christa Jakob, Hiltrud Jung, Rudi Beringer, Theo Brotzeller, Peter Wisshofer und Theo Zimmermann) waren bald gefunden und das Team um Herbert Schmidt leistete hervorragende ehrenamtliche Arbeit, die die „User“ des Internetcafes ansprach und die Zufahrt zur Datenautobahn öffnete.

Wegen der Schließung der Altentagesstätte Ehehaltenhaus des BRK im Herbst 2000 zog die Aktivgruppe im März 2001 in das Caritas Seniorenzentrum St. Thekla um. In einen wunderschönen Raum und zudem auch noch barrierefrei. Mit Hilfe von  Sponsoren und der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung konnte nun an 8 Rechnern gleichzeitig gearbeitet werden.

Beratung beim Aufbau von Internetcafes „Von Senioren für Senioren“ in Unterfranken

Die Gruppe der ehrenamtlichen Senioren  war nun auch in weiteren Städten Unterfrankens als Ansprechpartner und Berater in Sachen Internet für Senioren gefragt und konnte sehr erfolgreich ihr Wissen und ihre Kompetenz beim Aufbau von weiteren Internetcafes in Unterfranken, wie Ochsenfurt, Aschaffenburg, Schweinfurt, Marktheidenfeld und Marktbreit bei der Installation von Interneteinrichtungen für Senioren einbringen.

Somit ist und war das Internetcafe „Von Senioren für Senioren“ im Caritas Seniorenzentrum St. Thekla in Würzburg die „Keimzelle“ für gleiche Einrichtungen in ganz Unterfranken. Die Kompetenz und das Erfahrungswissen der Internetgruppe von St. Thekla war gefragt.

Herbert Schmidt avancierte 2001 zum 1. Vorsitzenden des bundesweit aktiven VFKS e. V.  (Verein zur Förderung der Kommunikation unter Senioren im Internet e. V.) und Peter Wisshofer, ein weiteres Gründungsmitglied des Internetcafes,  zum 2. Vorsitzenden.

Unter dem Motto „Voneinander lernen – Miteinander lernen – Gemeinsam lernen“ schrieb das Internetcafe in St. Thekla Geschichte und war als Vorbild für weitere, ähnliche Einrichtungen gefragt (Modellhaftigkeit des Projektes).

In Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg „Contact & Science Center“

In Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg, Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik von  Prof. Dr. Rainer Thome und dem Internetcafe „Von Senioren für Senioren“ Würzburg wurde im Internet ein Forum, „Contact & Science Center“ (www.csc.stufr.de) geschaffen, wo das umfangreiche Praxiswissen und die Erfahrung von Führungskräften aus der Wirtschaft via Internet Studierenden zugänglich gemacht und der Erfahrungs- und Wissensaustausch gepflegt wird.

Kein Wunder also, wenn die Aktivitäten der Gruppe auch im BayerischenSeniorenNetzForum, in verschiedenen Seminaren und dem Erfahrungsaustausch ihren Niederschlag fanden.

Fortbildung und Schulung/Integration von Menschen mit Behinderung

In Zusammenarbeit mit den Mainfränkischen Werkstätten, Würzburg, fand ein Workshop statt, an dem 6 – 8 Menschen mit Behinderungen teilnahmen.

Die beiliegende Dokumentation zeigt, dass die erwarteten Kriterien erfüllt werden. (Diese Dokumentation wird ab Januar 2003 als CD zur Verfügung stehen. Interessenten können sich heute schon per E-Mail melden).

Siehe hierzu auch www.seniorentreff.de/wuerzburg und www.vfks.de. Ferner finden Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter von St. Egidio und des Caritasverbandes statt. Da die Räumlichkeiten barrierefrei sind, werden auch insbesondere Menschen mit Behinderung in die Aktivitäten integriert.

Zusammenfassung

Das Projekt fördert die Medienkompetenz von älteren Mitbürgern und ist ein Ort, an dem Kommunikation auf allen Ebenen  und zwischen allen Altersgruppen stattfindet.

Durch ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger wird hier Vernetzung und Kommunikation gefördert.
 
Die Preisverleihung fand am 4. Dezember 2002 im Maximilianeum in München statt
 

Wir haben uns beworben und konnten am 4. Dezember 2002 aus der Hand von Landtagspräsident Johann Böhm einen Bürgerkulturpreis 2002, verbunden mit einem Geldbetrag von € 10.000, entgegen nehmen.

Die Ansprache des Landtagspräsidenten Johann Böhm ist hier

Die Laudatio von Dr. Peter Motsch ist hier

Präsentation über unsere Arbeit hier

Pressebericht aus der Main-Post vom 4. Dezember 2002 hier
Pressebericht aus der Main-Post vom 7. Dezember 2002 hier